Endlose Sandstrände, spektakuläre Sonnenaufgänge über der Ostsee und Campingplätze in traumhafter Lage direkt am Meer – wenn es um Camping an der Ostsee geht, sollte Usedom ganz oben auf deiner Liste stehen. Die beliebte Ostseeinsel begeistert nicht nur mit ihrer einzigartigen Natur, sondern hält auch einige Rekorde bereit: Usedom gilt als die sonnenreichste Region Deutschlands, verfügt über den längsten Sandstrand des Landes und ist Heimat der längsten Strandpromenade Europas.
Ob mit dem Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt – auf Usedom findest du ideale Bedingungen für einen entspannten Campingurlaub. Von Stellplätzen direkt hinter den Dünen bis hin zu ruhigen Naturcampingplätzen am Achterwasser zeigen wir dir die schönsten Orte für deinen nächsten Campingtrip auf der Sonneninsel.
Warum Usedom das perfekte Reiseziel für Camper ist
Bevor wir die schönsten Campingplätze vorstellen, lohnt sich ein Blick auf die Besonderheiten der Insel:
Die meisten Sonnenstunden Deutschlands
Usedom wird häufig als die Sonneninsel Deutschlands bezeichnet. Mit rund 1.900 Sonnenstunden pro Jahr gehört sie zu den sonnigsten Regionen des Landes. Das macht die Insel besonders attraktiv für Campingurlauber, die möglichst viel Zeit im Freien verbringen möchten.
Deutschlands längster Sandstrand
Der feinsandige Ostseestrand erstreckt sich über rund 42 Kilometer entlang der deutschen Küste Usedoms. Gemeinsam mit dem polnischen Küstenabschnitt sind es sogar deutlich mehr. Kilometerlange Strandspaziergänge gehören hier zum täglichen Urlaubsprogramm.
Europas längste Strandpromenade
Die berühmte Promenade verbindet die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin mit dem polnischen Świnoujście. Mit einer Gesamtlänge von rund zwölf Kilometern gilt sie als die längste Strandpromenade Europas und lädt zum Flanieren, Radfahren und Genießen ein.
Perfekt für Radfahrer
Über 200 Kilometer gut ausgebaute Radwege machen Usedom zu einem der beliebtesten Radreiseziele Deutschlands. Viele Campingplätze liegen direkt an den wichtigsten Routen.
Campingplatz Karlshagen – Endlose Strände und Bernsteinmomente
Unsere Zeit auf Usedom beginnt am Abend auf dem Campingplatz in Karlshagen. Nachdem wir unser Lager eingerichtet haben, lassen wir den Tag mit einem kurzen Strandspaziergang entspannt ausklingen und freuen uns auf die kommenden Tage an der Ostsee. Schon beim Einschlafen können wir das leise Rauschen des Meeres hören – ein vielversprechender Start in unseren Aufenthalt.
Am nächsten Morgen zog es uns direkt an den Strand. Die Luft war frisch, der Strand noch angenehm leer und die Ostsee zeigte sich von ihrer ruhigen Seite. Perfekte Bedingungen für einen ausgedehnten Spaziergang – und natürlich für die Suche nach Bernstein. Mit gesenktem Blick liefen wir am Wasser entlang, immer in der Hoffnung, zwischen Muscheln, Steinen und Tang das kleine goldene Leuchten zu entdecken. Auch wenn die Bernsteinsuche oft mehr Geduld als Erfolgserlebnis bedeutet, macht genau das ihren besonderen Reiz aus.
Nach dem Strandspaziergang zog es uns in den Ort. An der Promenade von Karlshagen gönnten wir uns ein entspanntes Mittagessen und beobachteten das bunte Treiben zwischen Urlaubern, Radfahrern und Spaziergängern. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Hier zeigt sich Karlshagen von seiner maritimen Seite: Fischerboote schaukeln im Wasser, Möwen kreisen über den Stegen und überall liegt dieser typische Ostseecharme in der Luft. Es gibt sogar Möglichkeiten, etwas zu lernen - zum Beispiel Knoten!
Der Abend war für uns jedoch das eigentliche Highlight des Tages. Wir feierten unseren 7. Hochzeitstag und wollten diesen besonderen Anlass nicht in einem Restaurant verbringen, sondern an einem Ort, der perfekt zu unserer Reise passte. Also packten wir ein kleines Picknick ein und suchten uns ein ruhiges Plätzchen am Strand. Mit Blick auf die Ostsee, dem Rauschen der Wellen und den letzten Sonnenstrahlen des Tages hätten wir uns keinen schöneren Ort für diesen Abend wünschen können. Es waren genau diese einfachen Momente, die eine Reise oft unvergesslich machen.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 4:30 Uhr. Zugegeben: In diesem Moment fühlte sich die Entscheidung nicht besonders verlockend an. Doch als wir wenig später hinter den Dünen standen, wussten wir sofort, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hatte. Langsam färbte sich der Himmel erst rosa, dann orange und schließlich goldgelb. Die ersten Sonnenstrahlen brachen über den Horizont der Ostsee und tauchten Strand, Dünen und Meer in ein unglaubliches Licht. Außer uns waren nur wenige Menschen unterwegs. Es war still, friedlich und einer dieser Momente, die man nicht planen kann, sondern einfach erleben muss. Dieser Sonnenaufgang gehört ohne Zweifel zu unseren schönsten Erinnerungen an Usedom – und war der perfekte Abschluss unserer Zeit in Karlshagen.
Infos zum Campingplatz Karlshagen
Der Campingplatz in Karlshagen liegt direkt an einem der schönsten Strandabschnitte der Insel Usedom und ist besonders bei Natur- und Strandliebhabern beliebt.
Das macht den Platz besonders:
- Direkte Lage hinter den Dünen an der Ostsee
- Breiter, feinsandiger Strand mit viel Platz
- Hunde sind auf dem Campingplatz willkommen 🐾
- Gute Infrastruktur mit Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe
- Perfekter Ausgangspunkt für Strandspaziergänge und Radtouren
- Ruhige Lage trotz beliebter Urlaubsregion
Unser Eindruck:
Karlshagen ist ideal für alle, die morgens direkt am Meer aufwachen möchten und gleichzeitig Wert auf eine entspannte, nicht überlaufene Atmosphäre legen. Besonders die langen Strandabschnitte
machen den Ort perfekt für ausgedehnte Spaziergänge und kleine Alltagsfluchten am Meer.
Ankunft in Trassenheide – Campingplatz Ostseeblick
Nach Karlshagen geht es weiter nach Trassenheide auf den Campingplatz Ostseeblick. Schon bei der Ankunft merkt man, dass hier ein anderer Rhythmus herrscht: dichter Kiefernwald, der Duft von Salz in der Luft und nur wenige Schritte bis zur Ostsee. Der Platz liegt ruhig eingebettet in die Natur und wirkt gleichzeitig offen und weit – perfekt, um direkt in den Inselmodus zu wechseln. Der Campingplatz selbst ist besonders durch seine Lage zwischen Wald und Strand geprägt. Man wohnt mitten im Grünen und ist trotzdem in kürzester Zeit am Wasser. Diese Kombination aus Naturcamping und guter Infrastruktur macht den Platz zu einem entspannten Ausgangspunkt für ein paar ruhige Tage an der Ostsee.
Minigolf & Sandfigurenausstellung
Bevor wir im Campingplatz einchecken können, gehen wir eine Runde Minigolf spielen. Seit wir zusammen sind will Mathias unbedingt Minigolfen gehen, aber in 11 Jahren haben wir es noch nie geschafft. Wir mussten nach Usedom kommen, um seinen Wunsch wahrwerden zu lassen! Die Anlage ist alles andere als klassisch. Auf rund 3.500 m² erwarten uns 18 thematisch gestaltete Bahnen, die sich komplett wie eine kleine Piratenwelt anfühlen. Hier spielt man nicht einfach nur Minigolf, sondern arbeitet sich durch eine ganze Storylandschaft:
- Bahnen auf Kunstrasen, Stein und Holz
- Hindernisse wie „Seeschlacht“, „Vulkan“ oder „Wildwasserbach“
- ein mehrstöckiges Piratenschiff als zentrales Spielelement
- teilweise sogar mit Wasserläufen mitten im Parcours
Alles ist so gestaltet, dass es eher wie ein kleines Erlebnisgelände wirkt als eine klassische Minigolfanlage.
Und natürlich wird es – wie sollte es anders sein – überraschend kompetitiv.
Nur wenige Schritte von der Anlage entfernt befindet sich außerdem die bekannte Sandfigurenausstellung Trassenheide. Dort wechseln jedes Jahr die Themenwelten, die aus riesigen Sandskulpturen bestehen – von detailreichen Figuren bis hin zu ganzen Szenenlandschaften. Die Ausstellungen sind so groß, dass man wirklich langsam durchläuft und immer wieder neue Details entdeckt.
Abendessen im Bistro auf dem Campingplatz
Wenn der Tag langsam ausklingt, bleibt man am besten direkt auf dem Platz. Das Bistro am Campingplatz Ostseeblick bietet eine entspannte, unkomplizierte Küche – genau richtig nach einem langen Strandtag. Hier sitzt man draußen, hört die Bäume rauschen und spürt noch ein wenig die Wärme des Tages. Es ist kein großes Programm, sondern eher dieser einfache Moment, der den Tag rund macht.
Sonnenuntergangs-Spaziergang nach Zinnowitz
Der eigentliche Höhepunkt wartet jedoch am Abend: ein langer Spaziergang entlang der Küste Richtung Zinnowitz. Richtung Zinnowitz sind wir durch den Wald spaziert, auf dem Rückweg sind wir den Strang entlang gegangen Richtung Sonnenuntergang. Wenn die Sonne langsam untergeht, färbt sich der Himmel über der Ostsee in Gold- und Orangetöne, und der Weg wird fast automatisch langsamer. Ein weiterer traumhafter Tag auf Usedom geht zuende.
Besonderheiten des Campingplatzes Ostseeblick
Was den Campingplatz in Trassenheide besonders macht, ist vor allem die Mischung aus Ruhe und Lage:
- direkt hinter den Dünen, nur wenige Schritte zum Strand
- eingebettet in einen dichten Kiefernwald mit viel Schatten und Naturgefühl
- großzügige Stellplätze mit viel Privatsphäre
- familienfreundliche Atmosphäre ohne Hektik
- kleine Angebote wie Minigolf und Sandfigurenausstellung in direkter Nähe
- Bistro auf dem Platz für unkomplizierte Abende ohne Wegfahrstress
Es ist dieser Mix aus „einfach draußen sein“ und gleichzeitig allem, was man braucht, der den Aufenthalt hier so angenehm entschleunigt wirken lässt.
Ückeritz: Zwischen Achterwasser, Küstenwald und echter Freiheit auf dem Campingplatz
Nach unseren Tagen in Karlshagen ging es für uns weiter nach Ückeritz – und schon bei der Ankunft wurde klar, dass dieser Abschnitt Usedoms noch einmal eine ganz andere Seite zeigt. Der Campingplatz in Ückeritz ist riesig. Kilometerlang zieht er sich entlang der Küste, mit ganz unterschiedlichen Bereichen: offene Strandabschnitte, klassische Parzellen und naturbelassene Zonen direkt hinter den Dünen. Genau diese Vielfalt macht den Platz so besonders. Wir haben uns bewusst für einen Bereich im Küstenwald entschieden – ohne feste Parzellen, mitten in den Bäumen. Das Gefühl dort erinnert fast an Wildcamping in Schweden: viel Natur, viel Platz, viel Ruhe – und trotzdem alles vollkommen legal und gut organisiert. Eine Kombination, die man so nur selten findet.
Am ersten Tag haben wir uns mittags direkt ans Achterwasser gesetzt und dort frische Fischbrötchen gegessen. Während die Ostsee oft rau und windig ist, wirkt das Achterwasser fast still und entspannt – ein perfekter Ort, um einfach mal runterzukommen. Ein echtes Highlight war unser Besuch der Strandkorbmanufaktur. Es ist spannend zu sehen, wie viel Handwerk und Tradition hinter den typischen Strandkörben steckt, die man überall an der Ostsee sieht.
Radtour mit kostenlosen MV Bikes
Durch die Kurkarte hatten wir anschließend die Möglichkeit, uns kostenlos Fahrräder bei MV Bike zu leihen. Das haben wir natürlich direkt genutzt und sind einmal quer über die Insel gefahren – bis nach Heringsdorf und wieder zurück. Die Strecke führt entlang der Küste, durch Wälder und kleine Orte und zeigt noch einmal sehr schön, wie abwechslungsreich Usedom ist. Am Abend sind wir dann noch einmal mit den Rädern ans Achterwasser gefahren und haben den Tag im Café Knatter ausklingen lassen. Mit Blick aufs Wasser, gutem Essen und dieser besonderen Ruhe am Abend war das einer dieser Momente, die sich tief einprägen.
Infos zum Campingplatz Ückeritz Naturcamping „Am Strand“
Der Campingplatz in Ückeritz gehört zu den größten und vielseitigsten Campingplätzen auf Usedom.
Das macht ihn besonders:
- Kilometerlange Lage direkt an der Ostsee
- Unterschiedliche Bereiche: Strand, Parzellen und naturbelassene Waldabschnitte
- Hunde sind willkommen 🐾
- Besonders großer, naturnaher Campingbereich ohne „klassische“ Enge
- Perfekt für Fahrradtouren entlang der Küste
- Direkte Anbindung an Rad- und Wanderwege
Unser Eindruck:
Ückeritz fühlt sich fast wie eine Mischung aus Campingplatz und Naturcamping an. Besonders der Waldabschnitt hat uns begeistert – viel Ruhe, viel Natur und dieses „Schweden-Feeling“, ohne auf
Infrastruktur verzichten zu müssen. Ideal für alle, die Camping möglichst ursprünglich, aber trotzdem komfortabel mögen.




































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